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Konkurs

Grundsätzlich unterscheidet sich die Krise in Familienbetrieben von grösseren Unternehmen, weil hier oft eine persönliche Haftungsübernahme der Inhaber erfolgte. Aus Angst vor der Konsequenz aus Haftung und weil es eben keine Seminare oder Schulungen für 'worst Scenarios' gibt tritt oft eine Entscheidungslähmung ein, aus der es dann kein Entrinnen mehr gibt. Daraus profitieren dann wieder die 'überlebenden' Firmen am Markt, da dieser Marktanteil dann diesen bleibt. Es sollte an dieser Stelle gesagt sein, dass auf politischer Ebene sich leider keiner für eine zeitgemäße Gesetzesveränderung einsetzt um die gescheiterten Unternehmer, die in der Volkswirtschaft so wichtigen Personen mit Risikobereitschaft, nicht ein Leben (20 Jahre) lang bestraft werden. Es sind Verlierer, deren Potential für die Zukunft nicht gesehen wird. Sie schufen und schaffen Arbeitsplätze, die den Staat weniger kosten, als die Tausende staatlich subventionierten und geförderten Programme. Es kann heute einfach nicht angehen, dass eine solche Haftungsübernahme für so viele Jahre Gültigkeit hat, wo eine Bank oder ein anderer Gläubiger diesen Betrag sofort von der Steuer absetzt und die Forderung nur noch als Nachahmungsabschreckung für andere stehen lässt. Ist der Gläubiger doch selbst bereitwilligst und kalkulierend das Kreditrisiko eingegangen.

Jeder weiss wie schwer man sich mit Krediten bei Banken tut. Wird ein Kredit später einmal notleidend und kommt es zu einem Konkurs, sind Privatpersonen mit Privatkonkurs meist total gebrochene Personen, die Zeit ihres Lebens der Allgemeinheit zur Last fallen und keine konstruktiven Mitglieder der Gemeinschaft mehr sind. Hier muss es auf politischer Ebene zu Lösungen kommen, die solche persönliche Haftungen auf 2 bis 3 Jahre (evtl. Abgestuft) limitieren, um diesen Menschen einen Start in ein neues Leben zu ermöglichen. Das Risiko zum Missbrauch für eine erhöhte Konkursbereitschaft ist ohnehin nicht gegeben, da es in keinem Lebenslauf als begehrenswerter Vorteil angesehen wird. Im Gegenteil ­ bei der heutigen Regelung ist es besser einen 'sauberen Konkurs' durchzuziehen als Engpässe durch ein persönliches Engagement abzusichern. Die flexibleren, von solchen Haftungsübernahmen betroffenen Personen, können auch heute schon bei Wohnsitzverlegung, aus dem benachbarten Ausland wieder global tätig sein.

Für einen 'sauberen Konkurs' gibt es leider nur wenig Fachleute. Anwälte zeigen meist keine Lösungen auf sondern nur die rechtlichen Probleme die jeder Geschäftsführer zur Genüge kennt. Zu einem Konkurs braucht es eine Strategie ­ geradeso wie zum erfolgreichen Führen eines Unternehmens. Mit einem guten Fachmann und etwas Risikobereitschaft sollte man jedoch innert weniger Monate ein Unternehmen von Altlasten sanieren und auf neue Beine stellen können, ohne dass der Markt Schaden nimmt. Grundsätzlich ist es ein weiter Weg bis zum Konkurs ­ er ist die letzte Konsequenz der Krise, wenn diese nicht professionell gemeistert wird.